Zeckenschutz für Hunde – So sorgt man vor

Zeckenschutz für Hunde

Tipps: Wie man den Hund am besten vor Zecken schützen kann (Fotolia)

Wie kann man den eigenen Hund am besten vor Zecken schützen? Wir haben die besten Tipps für einen möglichst effektiven Zeckenschutz!

Im Frühjahr geht es wieder los: Die Hunde streifen bei den ersten warmen Temperaturen gerne durchs Gras oder durch den Wald. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis einer der lästigen Blutsauger zuschlägt, durchs Fell wandert und zubeißt.

Interessant: Hunde mit kurzem Fell haben weniger mit den Zecken zu tun als solche mit langem Fell. Das macht durchaus Sinn: Im langen Fell fühlen sich die kleinen Ektoparasiten wohler, schließlich können sie sich dort wunderbar verstecken und werden nicht so leicht entdeckt.

Zecken übertragen Krankheiten auch beim Hund

Wie beim Menschen können die Zecken auch beim Hund Krankheiten übertragen, dazu zählt unter anderem die Babesiose, die von Auwald-Zecken in das Blut des Vierbeiners übertragen wird und für das Tier sogar tödlich enden kann.

Auch die Anaplasmose oder Borreliose sind bei Hunden möglich. Gegen Borreliose ist eine Impfung möglich, allerdings ist sie umstritten.

Umso wichtiger ist es, dass man seinen Liebling so gut wie möglich schützt.

Zeckenschutz für den Hund

Zecken suchen
Nicht nur notwendig, sondern unverzichtbar, wenn man den eigenen Vierbeiner schützen möchte: Wer mit seinem Hund in der Natur unterwegs war, der sollte nach dem Spaziergang immer das Fell nach Zecken absuchen. Hat sich bereits ein Blutsauger festgebissen, so muss man ihn mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange umgehend entfernen. Generell reduziert ein frühzeitiges Entfernen auch das Risiko auf eine Erkrankung erheblich.

Anti-Zecken-Halsband
Effektiv sind als Vorsorge Anti-Zecken-Halsbänder, diese bieten für mehrere Monate Schutz. Dabei kommt gerne der Wirkstoff Pyrethroid zum Einsatz. Dadurch werden die Nervenzellen an den Füßen der Zecke gereizt und die Viecher nehmen Reißaus. Beachten Sie: Es gibt Anti-Zecken-Halsbänder, die nur der Tierarzt vertreiben darf. Diese sind deutlich stärker und effektiver als diejenigen, die man im freien Verkauf bekommt. Ein Vorteil der Halsbänder: Treten Nebenwirkungen auf, so kann man sie sofort wieder entfernen.

Bernstein-Halsband
Wer lieber auf chemische Wirkstoffe verzichten möchte, der kann auf ein Bernstein-Halsband setzen. Es hilft, so die Erfahrung einiger Hundebesitzer, tatsächlich als Zeckenschutz bei Hunden. Die Bernsteine, die auch noch ganz andere Wirkungsweisen mitbringen, sollten dabei nicht poliert sein. Insider empfehlen deshalb einen unbearbeiteten echten Rohbernstein.

Kokosöl gegen Zecken
Es gibt verschiedene Öle, denen ein Zeckenschutz nachgesagt wird. Wirklich wirksam sind sie in der Regel aber nur, wenn man viel davon anwendet. Die beste und auch nachgewiesene Wirkung, wenn es um die kleinen Blutsauger geht, scheint das Kokosöl mit der Laurinsäure zu haben. Damit sollte man den eigenen Hund täglich einreiben.

Spot-Ons
Sehr bekannt und gerne eingesetzt werden die sogenannten Spot-Ons, die als Einwegpipetten kutan (also äußerlich) angewendet werden. Man bringt die Flüssigkeit auf die Haut des Hundes, darf ihn dann zunächst einmal zwei, drei Tage nicht baden (mehr zum Baden des Hundes). Nebenwirkungen durch Wirkstoffe wie Permethrin, Effipro und Fipronil können dabei auftreten. Setzt man auf ein sogenanntes Repellent, so sollte das die Zecke bereits von vornherein abschrecken. Sie klettert also erst gar nicht auf den Vierbeiner. Auch hier gilt: Für effektivere Mittel sollte man den Tierarzt fragen.

Zeckensprays
Auch Zeckensprays kann man ausprobieren, diese gibt es sogar auf biologischer Basis ohne bekannte Nebenwirkungen. Dabei kommt eine Mischung von Ölen zum Einsatz. Man sprayt direkt auf das Fell des Tiers oder auch den Schlafplatz ein.

Kautablette
Ein relativ neues Produkt ist die Kautablette für Hunde, die ebenfalls gegen Zecken wirken soll. Hersteller schließen aber die Übertragung von Krankheiten nicht völlig aus, weil der Blutsauger erst stirbt, nachdem er bereits zugebissen hat. Deshalb sind diese Tabletten auch umstritten und viel diskutiert.

Was sonst noch gegen Zecken helfen könnte

Darüber hinaus gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Produkte, Mittel und Wirkstoffe, denen eine zeckenabwehrende Wirkung nachgesagt wird. Dazu zählen unter anderen ätherische Öle, Knoblauch (dabei auf die passende Menge achten), Bierhefe, Babypuder oder Zistrose.

Fazit zum Zeckenschutz für Hunde

Die gute Nachricht ist: Ein Zeckenschutz ist möglich. Vor allem die Präparate, die man beim Tierarzt bekommt, versprechen eine hohe Effektivität. Allerdings handelt es sich dabei um chemische Produkte. Deshalb muss man als Hundehalter die Entscheidung treffen, ob man das seinem Tier zumuten möchte.

Die biologischen Alternativen, angefangen vom Bernstein bis zum Knoblauch, sind durchaus interessant und es gibt einige Hundehalter, die nicht nur auf das eine oder andere schwören, sondern damit auch gute Erfahrungen gemacht haben.

Die Hundekrankenversicherung schützt vor Tierarztkosten

Zecken können Krankheiten übertragen. Ist der Hund erst einmal krank, kommen schnell hohe Kosten auf die Hundehalter zu. Davor schützt eine Hundekrankenversicherung.

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