Welpenerziehung – Darauf kommt es in den ersten Wochen an

Welpenerziehung

Die Welpenerziehung beginnt am ersten Tag (Fotolia / fotowebbox)

Die richtige Welpenerziehung ist ein wichtiges Thema. Gerade in den ersten Wochen kommt es darauf an, dass man den richtigen Weg einschlägt.

Wenn der Welpen seine Mutter und seine Geschwister verlässt, bricht ein völlig neuer Lebensabschnitt an. Fremde Menschen, eine neue Umgebung und ganz ungewohnte Eindrücke – all das prasselt auf den jungen Hund ein. Deshalb sollte man den Stress in diesen ersten Stunden nicht noch zusätzlich erhöhen, indem zum Beispiel die ganze Familie ständig auf das neue Mitglied einredet oder um den Vierbeiner herumtobt.

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Und mag er noch so süß und tollpatschig durch die Wohnung tapsen, es wird nicht lange dauern, bis jedem neuen Hundebesitzer klar wird, dass eine Welpenerziehung sein muss. Wer seinen Welpen gut erzieht, der wird an dem ausgewachsenen Hund noch mehr Freude haben.

Dein Welpen ist in jedem Fall sehr lernfähig. Er sammelt Erfahrungen, positive wie negative, und wird diese entsprechend einordnen.  Deshalb ist es auch möglich, einen jungen Hund ganz ohne Gewalt und Strafen zu erziehen. Das muss auch das Ziel sein. Umgekehrt sollte man den Vierbeiner aber auf keinen Fall tun lassen, was er will.

Es braucht in der Welpenerziehung vor allem eines: Konsequenz

Wichtige Regeln der Welpenerziehung

 

Ab dem ersten Tag erziehen – Regeln sind unerlässlich

Die Welpenerziehung ist nichts, was man auf die lange Bank schieben darf. Bereits mit dem ersten Tag sollte man Regeln aufgestellt haben, die man konsequent (auch als ganze Familie) verfolgt. Der Welpen muss diese Regeln kennenlernen. Je früher, desto besser! So sollte man ihm Grenzen aufzeigen.

Pack den Hund nicht zu sehr „in Watte“ und hab Spaß

Er muss Erfahrungen sammeln, Gefahren erkennen und positive Erlebnisse einordnen. Wenn du Zeit mit dem Welpen verbringst und du ihn ein wenig trainieren und erziehen möchtest, dann achte darauf, dass ihr beide Spaß dabei habt.

Lobe und belohne den Hund, wenn er etwas gut gemacht hat

Bekommt der Hund ein Leckerli und Lob, wenn er etwas richtig gemacht hat, dann wird er das entsprechend abspeichern. Ein Welpen findet schnell heraus, wie er an die Belohnungen kommt. Das Lob wie „Fein“ spricht man natürlich mit einem angenehmen Tonfall aus. Es muss auch nicht immer ein Leckerli sein, auch Streicheln ist eine willkommene Aufmerksamkeit.

Das richtige Rügen bei der Welpenerziehung

Doch bei der Welpenerziehung wird es nicht nur Lob geben, auch Tadel muss sein. Und Anlässe dafür wird es immer wieder geben. Ein „Pfui“ oder ein „Tabu“ mit fester Stimme können eine passende Warnung sein. Der Hund muss beindruckt sein und erkennen, wer der Rudelführer ist und das Sagen hat. Schreien sollte man dabei aber nicht. Auch Ignoranz wird der Hund bemerken und gehört zur Erziehung des Welpens als Erziehungsmittel dazu.

Eindrücke sammeln lassen

Lass deinen Welpen so viele Eindrücke wir nur irgendwie möglich sammeln. Lernt er bestimmte Dinge in den ersten Wochen und Monaten nicht kennen, dann können diese später zum Problem werden, weil er dann plötzlich Angst entwickelt. Das können zum Beispiel schon Pferde, Radfahrer oder das Autofahren sein. Geh am besten so ran: Überlege dir, was du mit dem Hund alles machen möchtest, wenn er groß ist – und unternimm diese Dinge bereits jetzt im Kleinen.

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Den Welpen stubenrein bekommen

Natürlich möchte man den Hund so schnell wie möglich stubenrein bekommen.
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Nimm dir auf jeden Fall fest vor, den Welpen regelmäßig nach draußen zu bringen. Erledigt er bei dieser Gelegenheit sein Geschäft, so hat er sich auch hier Lob und eine Belohnung verdient.

Gewöhne den Welpen langsam ans Alleinsein

Sehr wahrscheinlich wir der Hund nicht immer mit dir unterwegs sein können, sondern auch mal alleine bleiben müssen. Daran solltest du ihn als Welpen bereits gewöhnen und zwar in ganz kleinen Schritten. Du steigerst die Zeit, die du weg bist, kontinuierlich. Anfangs sind es nur wenige Minuten. Das ist eine wichtige Aufgabe, damit der Hund später nicht Verlustängste erleidet. Verzichte am besten ganz auf eine Verabschiedung und eine Begrüßung.

Bring ihm die ersten Kommandos bei

Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“, „Bleib“ oder Komm“ gehören zu den wichtigsten Elementen der Welpenerziehung. Diese solltest du dem Hund auch bereits früh beibringen. Auch hier gilt: Macht er etwas richtig, dann den Hund loben und belohnen.

Gewöhne den Welpen an die Leine

Früh übt sich. Das gilt auch für die Leine. Der Hund soll sich früh an die Leine gewöhnen. Doch damit ist es nicht getan: Bring ihm auch gleich bei, wie er sich dabei zu verhalten hat. Das Kommando „bei Fuß“ sollte hier auch zum Repertoire des Hundes gehören und trainiert werden. Verwende am Anfang unbedingt eine lange Leine. Wenn er daran zerrt, bleibst du stehen. So wird er schnell erkennen, dass sein Zerren kontraproduktiv ist und ihn nicht weiter bringt.

Lasse nicht zuviel Langeweile aufkommen

Junge Hunde sind aktiv und neugierig. Wenn Langeweile aufkommt, dann endet das schnell damit, dass er Gegenstände bearbeitet und zerbeißt. Deshalb sollte man ausreichend Zeit mit dem Hund verbringen und es sollte für ihn auch immer reichlich Welpenspielzeug bereitliegen, mit dem er sich beschäftigen kann.

Was sonst noch alles passieren kann…

Natürlich gibt es noch einige Punkte mehr, die man dem Hund mit der Welpenerziehung beibringen sollte. Du wirst selbst bemerken, was dir an deinem Hund nicht so gefällt und du ihm abgewöhnen möchtest. Fang damit gleich im Welpenalter an. Zum Beispiel, dass er nicht an den Beinen hochspringt (das kann man mit einem Leckerli schon beim Versuch unterbinden).

Übung macht den Meister

Jede Welpenerziehung braucht Zeit und auch hier gilt: Übung macht den Meister. Deshalb solltest du Geduld haben und immer wieder in kleinen Einheiten üben.

Welpenschule

Wer möchte, der kann mit seinem Hund auch in eine Welpenschule gehen. Dort ist er unter seinesgleichen und entwickelt sich auch auf diese Weise weiter. Das ist ein wichtiger Teil der Sozialisierung.

Schon versichert?
Ganz wichtig ist neben der Welpenerziehung, dass du deinen neuen, vierbeinigen Begleiter versicherst. Vor allem an der Haftpflichtversicherung führt kein Weg vorbei.
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