Hund bellt Menschen an – Was kann man tun?

Hund bellt Menschen an

Dein Hund bellt Menschen an? Versuche ihm Sicherheit zu geben (Fotolia / Art_man)

Wenn ein Hund Menschen anbellt, dann gibt es dafür meistens einen guten Grund. Trotzdem stellt sich die Frage, was man tun sollte und wie man mit seinem Liebling daran arbeiten kann.

Vielleicht kennst du diese Situation: Du gehst mit deinem Hund Gassi und plötzlich bellt er – scheinbar grundlos – einen Menschen an. Das passiert dir immer wieder, wenn du mit deinem ansonsten lieben Vierbeiner unterwegs bist.

Natürlich ist das nicht schön und die Situation ist dir wahrscheinlich sogar sehr unangenehm. Nicht nur der Hund steht unter Stress, sondern du genauso – und natürlich die Person, die unerwartet angebellt wird.

Dann wird es höchste Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen.

Finde heraus, warum der Hund Menschen anbellt

Das Wichtigste ist, dass du herausfindest, was hinter dem Bellen steckt. Oft ist es Unsicherheit oder sogar Angst des Hundes. Das bedeutet, er assoziiert mit dem Menschen, den er anbellt, etwas Negatives.

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Der Hund hat Angst

Deshalb solltest du als Erstes darauf achten, was es für Menschen sind, die den Hund in Aufregung versetzen: Nur Männer, nur Frauen, oder vielleicht Kinder? Vielleicht auch dunkel gekleidete oder große Menschen. Oder welche mit flatternden Mänteln oder Regenschirmen?

Sehr wahrscheinlich wirst du Gemeinsamkeiten zwischen diesen Menschen entdecken. Das wiederum ist der erste Schritt, damit du an den Situationen mit dem Anbellen arbeiten kannst.

Das solltest du tun, damit der Hund weniger Menschen anbellt

Natürlich ist die Ausgangslage nicht die einfachste, wenn dein Hund vor gewissen Menschen große Angst hat und deshalb bellt. Das Ziel ist aber klar: Dein Hund sollte besser mit dieser Situation zurechtkommen.

Ein erstes Mittel ist es, den Menschen, vor denen dein Hund Angst hat, aus dem Weg zu gehen oder zumindest einen größeren Abstand zu halten. Man muss ja nicht sehenden Auges immer wieder in dieselbe Situation marschieren und das Tier immer wieder in Stress versetzen.

Doch mit der Ausweichtaktik arbeitest du noch nicht an dem Problem. Deshalb solltest du auch versuchen, deinen Hund anzusprechen und ihn zu beruhigen, wenn ein unliebsamer Mensch naht. Gib deinem Vierbeiner Schutz und Sicherheit. Du könntest zum Beispiel stehen bleiben – mit etwas Distanz von der Wegstrecke des Menschen – und dich zu deinem Hund hinunterkauern, mit ihm sprechen, ihn streicheln oder halten. Bleibt er dann ruhig, so kannst du ihn mit einem Leckerli belohnen. Natürlich kannst du das Leckerli auch schon vorsorglich zur Ablenkung einsetzen.

Eine Variante ist es auch, sich von dem betreffenden Menschen wieder schnellstmöglich zu entfernen. Das sollte den Hund zumindest wieder zur Ruhe bringen, denn im Grunde will er mit dem Bellen auch Distanz erreichen. Vielleicht hat der Hund auch die Erfahrung gemacht, dass die Menschen (die Gefahr) die Flucht ergreifen, wenn er sie anbellt.

Denk bitte nicht nur an deinen Hund, sondern auch an die Menschen, die möglicherweise gleich von ihm angebellt werden und im ersten Moment erschrecken. Auch auf sie solltest du eingehen und ihnen zumindest sagen, dass die Situation unter Kontrolle ist – oder vielleicht auch, wie sie sich am besten verhalten.

Den Hund nicht einfach bellen lassen

Du solltest in kleinen Schritten an der Situation arbeiten. Das Ziel muss es sein, dass der Hund erkennt, dass er nicht so oft mit dem Bellen unliebsame Menschen vertreiben muss. Zum Beispiel, weil sein Herrchen oder Frauchen Sicherheit gibt oder von diesen Menschen keine so große Gefahr ausgeht. Niemals sollte es soweit kommen, dass dein Hund aus Panik zubeißt und das Ganze zu einem Fall für die Hunde-Haftpflichtversicherung wird.

Auf keinen Fall solltest du den Hund einfach bellen lassen und nicht darauf eingehen. Ignorieren ist hier ein falsches Rezept. Dann fühlt sich das Tier nämlich von seinem Herrchen oder Frauchen im Stich gelassen.

Professionelle Hilfe holen

Solltest du mit dem Problem tatsächlich an deine Grenzen stoßen, so hast du immer noch die Möglichkeit, dir mit einem Hundetrainer oder in einer Hundeschule professionelle Hilfe an die Seite zu holen. Das macht in besonders schwierigen Fällen, in denen dein Hund Menschen anbellt, durchaus sehr viel Sinn.

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